Beitrags-Archiv für die Kategory 'Gesundheit'

Tiefe Prämie für gesunden Lebensstil?

Donnerstag, 24. Dezember 2009 9:54

Nein.

Definitionsprobleme: Was ist ein gesunder Lebensstil? Soll ein Fallschirmspringer höhere Prämien zahlen, weil er eine Risikosportart betreibt? Auch wenn er nie einen Unfall zu beklagen hat? Auch wenn er sich für seinen Sport physisch und mental stärkt und dadurch andere Gesundheitsprobleme verhindert? Soll eine, die Übergewicht hat höhere Prämien bezahlen? Auch wenn sie nie ärztliche Hilfe beansprucht? Auch wenn sie zu schwer ist, weil sie aufgrund eines Gebrechens keinen Sport treiben kann? Jemanden also mit hohen Prämien bestrafen, der  ohnehin mit einem Gebrechen schon bestraft ist? Soll umgekehrt einer, der viel Sport betreibt von tiefen Prämien profitieren? Auch wenn er schon in jungen Jahren Abnützungserscheinungen mit teuren medizinischen Leistungen heilen muss?

Administrationsprobleme: Mit wenigen Beispielen kann aufgezeigt werden, dass ein solches System einen riesigen Kontroll- und Bürokratieaufwand nach sich ziehen würde. Hohe Kosten also für einen Apparat, der nie fair ausgestaltet werden könnte.

Pflästerlipolitik: Wir haben ein teures Gesundheitswesen, aber auch ein sehr gutes. Eines, das uns Rundumversorgung bietet. Versicherungen, die ein riesiges Leistungsspektrum abdecken, sind zwangsläufig teuer. Wenn wir die Kosten senken wollen, müssen wir die Leistungen kürzen und nicht die Kosten umverteilen.

Eigenverantwortung: Die wird schon heute belohnt, indem wir tiefere Prämien bezahlen, wenn wir eine hohe Franchise wählen.

Thema: Gesundheit | Kommentare (0) | Autor: Roland Fürst

H1N1-Impfung

Freitag, 13. November 2009 1:04

4. Frage der Solothurner Zeitung:

Die Frage: Werden Sie sich persönlich gegen die Schweinegrippe impfen lassen? Befürworten Sie eine Impfung der gesamten Bevölkerung (warum, warum nicht)? Sind Sie für einen Impfzwang (warum, warum nicht)?

Meine Antwort: Das Ziel der Impfung liegt in erster Linie darin, Personen mit einem erhöhten Risiko zu schützen. Dazu gehören auch Menschen, die den Risikogruppen nahestehen, wie das Gesundheitspersonal. Ich bin weder älter als 65, noch immungeschwächt oder chronisch krank, gehöre somit nicht zu den Risikogruppen und werde mich deshalb vorerst auch nicht impfen lassen. Ich bin auch gegen einen Impfzwang. Mit einfacher, aber konsequenter Hygiene kann das Ansteckungsrisiko erheblich gemindert werden und falls doch eine Ansteckung erfolgt, verkleinert das Zuhause-Bleiben das Risiko einer Übertragung.

Thema: Fragen Solothurner Zeitung, Gesundheit | Kommentare (0) | Autor: Roland Fürst